Warum haben manche Banken höhere Zinsen als andere?

Zunächst gibt es unterschiedliche Arten von Zinsen. Da sind zum einen Zinsen für Darlehen und Kredite, die der Konsument an die Banken wieder zurückzahlen muss. Dann gibt es die Zinsen für angelegtes Geld, wie zum Beispiel für verzinstes Tagesgeld oder für ein Sparkonto. Auch das Geld auf dem normalen Girokonto kann Zinsen kosten.

In der Regel ist der Zinsmarkt immer in Bewegung und auch die Banken willen einen Gewinn erwirtschaften.

In der Regel hängt die Höhe des Zinssatzes davon ab, was der Kunde im Kredit finanziert, wie er es finanziert, mit welcher Laufzeit und auch von der Bonität des Kunden. An der aktuellen Wirtschaftslage ist zu erkennen, dass Ratenkredite günstiger werden, während Hypotheken und auch Baukredite tendenziell teuer werden. Ein Dispo hat in der Regel immer sehr hohe Zinsen.

Trotz der niedrigen Zinsen müssen Banken Geld damit verdienen, gleichzeitig aber Geldschöpfung für die anlegenden Kunden vornehmen.

Dabei soll das billige Geld vor allem die Wirtschaft ankurbeln. Für die Banken gilt in der Regel die Faustregel, wenn viel gespart wird, sind die Zinsen niedrig aber auch Anleger bekommen fast keine Rendite. Wenn wenig gespart wird, ist es eher umgekehrt.

Doch woher kommt der Unterschied bei Zinsen bei den Banken?

Der Hypothekzins ist bei den Banken eher unabhängig von der Marge. Diese liegt bei 0,5 bis 1,5 pro Jahr. Aber dennoch gibt es Unterschiede bei den Banken. Dies liegt vor allem daran, dass gerade viele regionale und kleinere Banken mit großen Gewinnspannen kalkulieren und daher auch oft Zinsnachlässe zulassen. Auch um Kunden zu locken.

Der Verhandlungs- und Anbietungsspielraum der Banken ist hier sehr groß. Auch reagieren die Banken unterschiedlich schnell auf die Zinsveränderungen. Vor allem große Banken und Banken die sich mit Pfandbriefen refinanzieren reagieren schneller auf Zinsveränderungen.

Bei steigenden Zinsen ist es daher für einen Kreditkunden eher schlecht bei einer sich schnell refinanzierenden Bank zu befinden. Regionale Banken reagieren eher nicht in Echtzeit auf solche Veränderungen.

Wenn als Pfandbriefrendite auf der Börse steigen, dann steigen auch die Zinsen für die Hypotheken. Allerdings werden die Ratenkredite dann auch günstiger. Dies liegt daran, weil der EZB Leitzins gleich bleibt. Der Dispo bleibt dann aber ebenfalls konstant. Da die Banken hier sehr hohe Margen einstreichen können reagieren diese vorerst nicht auf die Veränderungen.

Banken orientieren sich also sehr an der Börse. Dispozinsen reagieren nach Vertrag eher auf den Eruabor, der sich aber selten ändern kann.

Das Fazit sagt also, dass es sich für Kunden durchaus lohnen kann, zu einer kleineren und regionaleren Bank zu gehen und dort den Ratenkredit oder auch die Hypothek aufzunehmen. Diese reagieren weniger schnell auf steigende Zinsen, aber eben auch langsamer auf sinkende Zinsen. Grundsätzlich ist der Zinsspielraum bei einer kleineren und regionaleren Bank aber auch gerade bei Neuverträgen größer. Hier kann der Kunde mit weniger Zinsen wegkommen als bei einer national agierenden Bank.

Gerade auch bei ausländischen Banken sind die Zinsen oft höher. Dies muss ebenfalls bedacht werden. Ausländische Banken richten sich in der Regel nicht nach dem Zinsniveau aus dem Land des Kunden, sondern nach dem eigenen.

Bevor man einen Kredit aufnimmt, eine Hypothek aufnimmt oder auch einen Dispo beantragt, lohnt es sich vor allem erst einmal die Zinsen der einzelnen Banken zu prüfen. Dadurch kann man zu wesentlich günstigeren Zinsen kommen und somit auch einen günstigeren Kredit erhalten.

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